Versorgungslücken schließen – warum eine Pflegezusatzversicherung so wichtig ist.

In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, dass die gesetzliche Pflegeversicherung längst nicht ausreicht, um im Alter den möglichen Pflegefall abzudecken. Während Ihrer Erwerbstätigkeit zahlen Menschen in die Pflegeversicherung ebenso ein, wie in die Arbeitslosenversicherung. Damit werden die aktuellen Pflegefälle in einer Umlagenfinanzierung bedacht. Doch Rücklagen für die Zukunft entstehen dabei wenig. Nur steigt die Zahl der Pflegebedürftigen, sodass die gesetzliche Finanzierung nicht mehr nachkommt. Im Pflegefall werden zuerst die eigene Rente und das vorhandene Vermögen berücksichtigt. Decken diese die Pflegekosten nicht ab, kommen die Angehörigen ins Spiel. Diese müssen mit ihrem eigenen Vermögen eingreifen. Soll dies vermieden werden, ist eine private Pflegezusatzversicherung ein Muss. Eine Pflegezusatzversicherung schließt die Versorgungslücke, die oftmals entsteht. Ein Platz in einem Pflegeheim wird von der gesetzlichen Pflegeversicherung im Normalfall nur mit 1510 Euro unterstützt, kann aber bis zu 3500 Euro im Monat kosten. Oft wird dann Sozialhilfe fällig.

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Aller guten Dinge sind drei – die drei Arten einer Pflegezusatzversicherung

Pflegezusatzversicherung ist nicht gleich Pflegezusatzversicherung. Sie unterscheidet sich in drei Formen, von denen jede eine andere Art der Unterstützung bietet. Daher werden unterschiedliche Zielgruppen mit diesen 3 Möglichkeiten abgedeckt. Die Pflegetagegeldversicherung bietet sich für private Pflege an oder wenn ein Zusatzeinkommen angestrebt wird. Pro Pflegetag wird bei dieser Form Pflegezusatzversicherung ein vorher festgelegter Betrag ausgezahlt. Dieser Betrag ist abhängig von der Pflegestufe und wird prozentual berechnet. Das volle Tagesgeld erhalten Pflegebedürftige der Stufe III, 60 bis 70 % gibt es für Stufe II und 20 bis 50 % bei der untersten Pflegestufe. Eine Dynamisierungsmöglichkeit vieler Tarife ermöglicht die Anpassung des Pflegegeldes an Erhöhungen, um die Kosten auch auf längere Sicht decken zu können.
Eine weitere Form der Pflegezusatzversicherung ist die Pflegekostenversicherung. Diese lohnt, wenn die Pflege professionell und nicht von Angehörigen übernommen wird. Sie hilft bei der Begleichung von Rechnungen, die für Pflegeeinrichtungen anfallen, indem sie einen Teil der Pflegekosten deckt. Dieser wird beim Abschluss des Vertrags für die Pflegezusatzversicherung festgelegt. Hiermit wird die gesetzliche Versicherung im Regelfall prozentual erhöht.
Die dritte mögliche Art der Pflegezusatzversicherung ist die Pflegerentenversicherung. Hierbei wird ein bestimmter Rentenbetrag ausgezahlt, der bei Vertragsabschluss festgelegt wird.
Eine Pflegezusatzversicherung auch für privat Pflegeversicherte
Eine Pflegezusatzversicherung lohnt nicht nur für gesetzlich Versicherte. Auch privat Krankenversicherte können sich im Pflegefall nicht auf ausreichende Unterstützung verlassen. Die finanzielle Hilfe durch eine Zusatzversicherung ist weitreichender und schützt vor Geldproblemen. Zudem werden so die Angehörigen nicht belastet, was auch das Gewissen des Pflegebedürftigen schont, dem dies im Regelfall nicht recht ist.

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